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Galerie der Moderne
 Ausstellung
„Die schönste italienische Malerei der Moderne“

vom 21. April bis 30. September 2017

Beitrag Eröffnung Ausstellung  "Die schönste italienische Malerei der Moderne“
durch TVTouring

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Im Rahmen dieser Ausstellung sind besonders schöne und hochwertige, neue Werke 6 verschiedener italienischer Künstler in der Galerie der Moderne, sortiert nach Künstler, auf 3 Etagen für Sie präsentiert. 


Die Künstler sind :

Gianni Gueggia, Claudio Gotti, Enzo Archetti, Vanni Saltarelli, Mario Malfer und Christian Henze.



Nun zu den 6 verschiedenen hochkarätigen Künstlern :


1.) Gianni Gueggia : der 1956 in Italien geborene Künstler (ein Autodidakt)zeigt im Erdgeschoß der Galerie der Moderne sein motivisches Steckenpferd, gegenständlich ausgeführte„Musikerinnen“, häufig mit abstraktem Hintergrund oder mit Venedig im Hintergrund in warmen(rötlich-braunen) Farbtönen, Freskotechnik auf Leinwand. Die zeichnerisch konturierte, flächige, ovale Formensprache seiner Gemälde erinnert an Pablo Picassos gegenständliche Frauendarstellungen mit melancholischem Blick seiner ersten Frau Olga aus den 1920-er Jahren. Der melancholische Blick ist wiederum auf Leonardo da Vincis Werke zurückzuführen(Beispiel Mona Lisa). 


2.) Claudio Gotti : der 1957 in der Lombardei geborene Künstler, ehemaliger Student der Accademia di Carrara, der des weiteren namhafte Zeichen-und Malschulen bekannter italienischer Künstler belegte und die verschiedenen Techniken der Öl-und Frescomalerei erlernte, zeigt im Zwischenstockwerk der Galerie der Moderne „gegenständliche Personendarstellungen“ mit abstraktem Hintergrund, in Öl auf Leinwand. In seinen abstrakten Hintergründen malt er mit 

gezielt reduzierter Farbpalette Flächen und Strukturen(diverse Andeutungen, Zeichen, rätselhafte, unbewußte, traumähnliche Dinge), die einen meditativen Eindruck seiner Personen beim Betrachter hinterlassen sollen. Seine intensiv gestikulierenden, hageren Personendarstellungen mit langem Hals und quergezogenen Augen beschäftigen sich häufig mit deren Presenza“Anwesenheit“und den zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Mann und Frau wie bei „Non te me andare“(Geh nicht weg) . Claudio Gottis Gemälde sind vom Lebenswerk des großen Meisters Giorgio de Chirico(1888 bis 1978) beeinflusst, welcher der Hauptvertreter der Metaphysischen Malerei war, die als eine der wichtigsten Vorläufer des Surrealismus angesehen wird, bei dem Realität, Traum und Phantasie nahtlos ineinander übergeht. 


3.) Enzo Archetti : der 1946 in Monticelli Brusati(Brescia) geborene Professor der Literatur und der italienischen Sprache, der zudem Zeichen,-und Radierungskurse an der Accademia di Carrara in Bergamo unter der Führung von Trento Longaretti belegte, präsentiert im Vitrinenzimmer der Galerie der Moderne Damenportäts mit Hut in Freskotechnik(angemischter Carrara- Marmor) auf Leinwand der Serie Riflessi d´Infinito(Reflektionen des Unendlichen) und „Pioggia d´Infinito“(Der Regen/Schwall des Unendlichen). Archetti versucht das Unendliche in seinen Damenporträts zu entziffern, zu entschlüsseln. Er verschmilzt das Gegenständliche mit der Abstrakt,-Formlosigkeit der blauen Augen(Informelle). Das bringt eine Kühle des Ausdrucks mit sich(Frau als Herrscherin) und eine komplett moderne Porträtauffassung. 


4.) Vanni Saltarelli : der 1945 in der Lombardei geborene Künstler, der an der Scuola d´Arte del Castello in Mailand sowie an der L´Accademia di Brera in Mailand Malerei und Graphik studierte und in Mailand sowohl moderne(abstrakte) Impulse bekam , wie auch unter dem intensiven Einfluss der alten Meister stand(Malern wie Leonardo da Vinci oder Michelangelo), war schließlich als Bühnenbildner am Mailander Theater und als Dozent an verschiedenen italienischen Akademien tätig, mit Vorlesungen über Maltechnik, Fresko-sowie Aktmalerei. Er zeigt in dieser Schau im Obergeschoß der Galerie der Moderne „Aktmalerei“ in Öl auf Leinwand. Seine Gemälde zeigen vorrangig weibliche aber auch männliche Körper in einer fesselnden Spannung zwischen Harmonie und Erotik und er vereint in seinen Werken die Einflüsse der Renaissance, des Barock, sowie der klassischen Jugendstilmalerei. 


5.) Mario Malfer : der 1941 in der Region Venetien geborene Künstler, besuchte das Institut der Schönen Künste Monza, die freie Malkunstakademie von Vittorio Viviani, die Hochschule von Gino Meloni und die Schule „Paolo Borsa“ jeweils in Monza. Sein Werk lässt sich in zwei Gruppen einteilen. Er präsentiert im Obergeschoß unserer Galerie der Moderne aus der 1. Gruppe, der Serie „Pittura sinfonica“(malerische Sinfonien), ein wertvolles, großformatiges, durch seine relativ dunkle Farblichtwirkung geheimnisvoll gestaltetes Musikstilleben(Piano, aus dem die Tasten fliegen in Anlehnung an Salvator Dalis surrealistische Werke). Die Erkenntnis, daß Malerei und Musik verschwisterte Künste sind, ist nicht neu. Die Musik des russischen Komponisten Modest Petrowitsch Mussorgsky ist für Mario Malfers Kompositionen eines Musikstilleben inspirierend gewesen. Malfer versucht in seinen Motiven die düsteren Kompositionen umzusetzen und die Wechselwirkung zwischen Malerei und Musik(Komposition) aufzugreifen.

Aus der 2. Gruppe von Mario Malfer, der Landschaftsmalerei, sind 3 Ansichten vom Gardasee, jeweils in der Technik Öl auf Leinwand in unserer Ausstellung zu sehen. Die Gardaseemotive sind im Hintergrund gegenständlich(mit Tiefenwirkung) und im Vordergrund in abstrakte, sich überlagernde Farbflächen aufgefasst, die dem Betrachter durch die Oberfläche hindurch verschiedene Perspektiven eröffnen. Diese Farbflächen(Lichtreflexionen) erinnern an die Werke des rheinischen Expressionisten Paul Klee. Mario Malfer interessiert die norditalienische Landschaft(die Gegend um Verona) und die toskanische Landschaft, einschließlich deren Spuren historischer Kulturen(Gegenstände aus der Erde wie Fossilien), die bis in die vorgeschichtliche Zeit hineinreichen. Mit anderen Worten ist für Mario Malfer die Landschaft nicht nur das was sie ist, sondern auch das was sie war(die Erinnerung daran).


6.) Christian Henze : Der Ursprung des malerischen Talentes der Familie Henze, reicht mit dem berühmten spätgotischen Kirchen-und Tafelbildmaler Januarius Zick(1730 bis 1797) ins 18. Jahrhundert zurück. Als Sohn des bekannten postimpressionistischen Malers Ingfried Henze- Mórro studierte Christian Henze am Instituto D´Arte N.Nani und an der Accademia Belle Arti in Verona bei Prof.Guido Biroli(Malerei und Farbempfinden) sowie Architektur.1975 am Gardasee geboren, zeigt der Künstler Christian Henze nun im Obergeschoß der Galerie der Moderne eine sommerlich stimmungsvolle postexpressionistische Landschaft(Gardaseemotiv) in Öl auf Leinwand und diverse Städteansichten von New York(bei Tag und Nacht), die er häufig malt. Neuerdings entstehen von ihm auch New York- Ansichten in Öl und Aryl auf Metallplatte.